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Vita

Christoph Röhl wurde 1967 in Brighton, Großbritannien als Sohn deutsch-englischer Eltern geboren und ging in Lewes, East Sussex, auf die Schule.

Er studierte Geschichte und Germanistik an der Universität von Manchester, wo er mit einem „First Class Double Honours Degree“ mit Auszeichnung abschloss und ein Erasmus-Stipendium gewann.

Von 1989-91 verbrachte er als Englisch Tutor zwei Jahre an der Odenwaldschule. Später wurde die dunkele Vergangenheit der Schule bekannt, als ehemalige Schüler offenbarten, dass sie von mehreren Lehrern inkl. dem Schulleiter, sexuell missbraucht wurden. Röhl drehte zu diesem Thema einen Dokumentarfilm – „Und wir sind nicht die Einzigen“ (2011) – und einen Spielfillm – „Die Auserwählten“ (2014). Darüberhinaus arbeitete er u.a. mit dem Familien- und Gesundheitsministerium, um Online-Kurse für Lehr- und Pflegekräfte zu entwickeln. Für diesen Einsatz gewann er den World Childhood Award, verliehen von der Königin Silvia von Schweden.

In 1992, studierte er Regie an der Deutsche Film- und Fernsehakademie (DFFB) und wurde dort von Dozenten wie Frank Daniel, Ivan Passer, Jiri Menzel, Jim Sheridan, Krzysztof Kieslowski, Wojciech Marczewski, Dick Ross, Bela Tarr, und Michael Ballhaus unterrichtet. Die Kurzfilme, die er während seiner Studienzeit drehte, gewannen mehrere Preise auf internationalen Festivals.

Mitte der 90ern kehrte Röhl nach London zurück und drehte dort Filme fürs britische Fernsehen.

In 2003 bekam er das Angebot, eine Filmschule zu gründen. Daraus entstand die „Met Film School,“ die mittlerweile die größte Filmschule in Großbritannien ist. Sie befindet sich in Ealing Studios, wo viele Klassiker der englischen Filmgeschichte gedreht wurden. Ein Ableger gibt es inzwischen auch in Berlin.

Sein letzter Film ist eine politische Chronik, die die letzten Wochen des Kaiserreichs am Ende des Ersten Weltkriegs und die Sturzgeburt der ersten deutschen Demokratie zum Thema macht. Das ist insofern ein persönliches Anliegen für ihn, da sein Vater der Historiker J.C.G. Röhl ist, der durch seine Arbeiten über Kaiser Wilhelm II weltweit bekannt ist.

Röhl arbeitet gerade an einem Langzeitdokumentarfilm über Joseph Ratzingers Pontifikat und die Krise der Katholischen Kirche der letzten 60 Jahren. Der Film befindet sich in der Postproduktion und wird voraussichtlich 2019 in die Kinos kommen.

Zur Zeit lebt Christoph Röhl mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Berlin.